Bildung – Hannover: Medienwächter fordern striktes Handyverbot an Schulen

Hannover (dpa/lni) – Ein striktes Handyverbot an Schulen nach französischem Vorbild hat der Direktor der Niedersächsischen Landesmedienanstalt (NLM), Andreas Fischer, gefordert. „Ich halte den Weg, den Frankreich geht, aus medienpädagogischer Sicht für richtig“, sagte Fischer der dpa in Hannover. „Zur Medienkompetenz gehört auch, nicht immer online zu sein.“ Ein Handyverbot an Schulen wie in Frankreich, wo Schüler bis 15 Jahren keine Smartphones mehr mit in die Schule bringen dürfen, könne bei Kindern das Bewusstsein schaffen, dass es gut ist, an bestimmten Teilen des Tages offline zu sein.

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Moderne Medien in der Schule: Technik, Ethik und Etikette

Einige Privatschulen arbeiten bereits mit ausgeklügelten Konzepten zur Medienkompetenz. Dabei geht es um weit mehr als die bloße Geschicklichkeit im Umgang mit digitalen Systemen.

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Internet – Stuttgart: LfK und SWR entwickeln Strategie für Digitalisierung

Stuttgart (dpa/lsw) – Bei der Vermittlung von Medienkompetenz soll künftig auch „ethische Digitalkompetenz“ eine Rolle spielen – dieses Ziel haben die Landesanstalt für Kommunikation (LfK) und der Landesrundfunkrat Baden-Württemberg des SWR in ihrer gemeinsamen Digitalisierungsstrategie formuliert. Diese Kompetenzen seien nötig, damit jeder aktiv am gesellschaftlichen Leben teilhaben könne, heißt es in einer am Freitag veröffentlichten Erklärung. Weitere Eckpfeiler seien der Schutz des demokratischen Wertesystems und ein wirksamer und zukunftsfähiger Jugendschutz.

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Neues aus dem Fernsehrat (26): Neuer Telemedienauftrag und 8 Gründe für öffentlich-rechtliche Texte im Netz

Noch besser passen würde hier ein Mainzelmännchen-Facepalm. Zumindest unter freier Lizenz habe ich da noch keines gefunden. CC-BY 2.0 Alex E. Proimos

Seit Juli 2016 darf ich den Bereich „Internet“ im ZDF-Fernsehrat vertreten. Was liegt da näher, als im Internet mehr oder weniger regelmäßig über Neues aus dem Fernsehrat zu berichten? Eine Serie.

Änderungen im Rundfunkrecht sind Sache der Länder, es gilt Einstimmigkeitsprinzip. Insofern ist es wenig verwunderlich, dass Änderungen lange dauern. Umgekehrt ist es fast erstaunlich, dass es doch immer wieder zu größeren Reformen kommt. Auf eine solche Reform haben sich nach einer öffentlichen Konsultation und mit einiger Verspätung jetzt die Ministerpräsidenten im Bereich des Telemedienauftrags geeinigt. Dieser regelt, was öffentlich-rechtliche Anbieter im Internet tun dürfen und sah bislang eine Reihe von Beschränkungen vor: Zwang zur Depublikation von Inhalten trotz vorhandener Rechte, Verbot „presseähnlicher“ Angebote und keine Erlaubnis gekaufte Serien in der Mediathek zugänglich zu machen.

Kompromiss? Kapitulation!

Die Einigung der Länder folgte aber erst auf einen „Kompromiss“ zwischen privaten Verlegerverbänden – angeführt von Axel-Springer-Chef Mathias Döpfner – und Verhandlungsführern von ARD, ZDF und Deutschlandradio. Ein Umstand, der dokumentiert wie sehr die Rundfunkpolitik auf ihr demokratisches Regulierungsprimat verzichtet und den Konflikt mit Interessen privater Medienkonzerne scheut  – etwas, das sich auf europäischer Ebene gerade genauso beim „Quatschgesetz“ (© Sascha Lobo) des Leistungsschutzrechts für Presseverleger beobachten lässt.

Kompromiss steht oben deshalb unter Anführungszeichen, weil er in Sachen „Presseähnlichkeit“ einer Kapitulation der Öffentlich-Rechtlichen vor der Verlegerlobby gleichkommt: Nicht nur wird am Unwort „Presseähnlichkeit“ festgehalten, öffentlich-rechtliche Anbieter sollen sich in Zukunft auf audiovisuelle Inhalte konzentrieren und auf Texte weitgehend verzichten. Im Streitfall soll ein privates Schiedsgericht entscheiden, ob ein Angebot „presseähnlich“ ist. Dass im Gegenzug die sogenannte 7-Tage-Regelung für Depublikation von öffentlich-rechtlichen Online-Inhalten wegfallen wird, ist ein Alibi-Zugeständnis, war diese Frist doch in den meisten Fällen schon lange nicht mehr ausschlaggebend. Außereuropäische Filme und Serien dürfen weiterhin nicht in der Mediathek angeboten werden.

Einziger nennenswerter Fortschritt – soweit die Ergebnisse der Einigung bekannt sind – ist die Erlaubnis europäische Filme und Serien länger sowie „zeit- und kulturgeschichtliche Archive mit informierenden, bildenden und kulturellen Inhalten“ dauerhaft online zugänglich machen zu dürfen. Rätselhaft ist deshalb für mich, weshalb Fernsehratsvorsitzende Marlehn Thieme via Twitter verkündete, dass die Einigung „wegweisend“ sei.

8 Gründe für öffentlich-rechtliche Texte im Netz

Wegweisend wäre gewesen, das Verbot presseähnlicher Angebote ersatzlos zu streichen. Das bestehende Werbeverbot im Umfeld öffentlich-rechtlicher Onlineangebote ist absolut ausreichend, um Differenz zu privaten Angeboten herzustellen. Stattdessen wird der Textverzicht öffentlich-rechtliche Angebote im Netz zwangsverschlechtern. Denn mir fallen sofort eine Reihe von Gründen ein, warum es eher mehr als weniger öffentlich-rechtliche Texte im Netz braucht:

  1. Auffindbarkeit: Suchmaschinen lieben Texte. Und zukünftige semantische Suchmaschinen können mit Texten noch besser umgehen. Weniger Text bedeutet deshalb, teuer produzierte öffentlich-rechtliche Inhalte im Internet zu verstecken.
  2. Mobile Nutzbarkeit: Mobile first, also die Dominanz mobiler Nutzung von Online-Angeboten ist ein allgemeines Phänomen. Gerade journalistische Inhalte eignen sich aber besonders gut für unterwegs. Mobil sind aber Texte am unkompliziertesten zu konsumieren. Im Ergebnis führt Textverzicht deshalb zu einem schlechteren journalistischen Produkt und geringerer Reichweite für teure und qualitative hochwertige Inhalte.
  3. Medienkonvergenz: Journalismus im Internetzeitalter ist cross-medial. Online-Journalismus ist fast immer eine Kombination aus Text-, Bild-, Video- und Audioinhalten. Presseähnlichkeit als Kriterium hat sich damit überlebt.
  4. Medienkompetenz: Ein wesentlicher Teil des öffentlich-rechtlichen Auftrags ist Medienkompetenz. Zentral für digitale Medienkompetenz ist aber auch die Wahl der jeweils passenden Ausdrucksform sowie die Kombination verschiedener Formen und Formate. Wie sollen Öffentlich-Rechtliche das aber vermitteln, wenn sie es selbst nicht tun dürfen?
  5. Innovationsoffenheit: Eine unmittelbare Folge von Medienkonvergenz ist auch der Umstand, dass innovative Online-Formate verschiedene Kategorien von Inhalten auf neue Art und Weise miteinander rekombinieren. Ein weitgehender Verzicht auf Text wirkt damit als öffentlich-rechtliche Innovationsbremse.
  6. Barrierefreiheit: Textinhalte lassen sich von Menschen mit Behinderung relativ einfach in ein wahrnehmbares Format umwandeln. Sie sind jedenfalls Leidtragende einer Beschränkung des Textanteils in öffentlich-rechtlichen Angeboten.
  7. Weil Textverzicht die Verlage nicht retten wird: Abgesehen davon, dass die lautesten Kritiker von öffentlich-rechtlichen Textinhalten Vertreter hochprofitabler Medienkonzerne sind, ist öffentlich-rechtliche Konkurrenz kein Grund für wirtschaftliche Probleme einzelner Verlag(sangebot)e. Das lässt sich in den USA beobachten, wo das Zeitungssterben besonders weit fortgeschritten ist, es aber keine nennenswerte öffentlich-rechtliche Konkurrenz gibt.
  8. Weil Textverzicht die Legitimität öffentlich-rechtlicher Angebote untergräbt: Der letzte Punkt ist eine Folge der bisher genannten. Mit weniger Texten bekommen die Beitragszahlenden weniger, mobil unpraktischeren und schlechter auffindbaren Journalismus für ihr Geld. Dieser Weg ist kurzfristig falsch und unterminiert langfristig die Legitimität öffentlich-rechtlicher Angebote im Netz.

Kommt es zum öffentlich-rechtlichen Blogsterben?

Leider standen inhaltliche Argumente in der Auseinandersetzung um die Neuformulierung des Telemedienauftrags nicht im Vordergrund. Es ging um einen Machtkampf, in dem sich die privaten Presseverleger letztlich durchgesetzt haben. Als nächstes wird es deshalb darum gehen, ob bestehende, eher „textlastige“ Angebote der öffentlich-rechtlichen im Netz überleben werden. Klar ist, dass Transkripte von Hörfunkinterviews weiterhin erlaubt sein sollen. Weniger klar ist, ob öffentlich-rechtliche Blogs wie Digitalistan vom WDR oder das überaus lesenswerte Altpapier-Blog bestehen bleiben. Auf Letzterem argumentierte Christian Bartels, dass das Altpapier „[i]n seiner extremen Länge und mit der Vielzahl externer Links […] nicht im geringsten ‚presseähnlich’“ sei. Juliane Wiedemeier wiederum zeigte sich jedoch ebendort skeptischer und resümierte die Presseähnlichkeits-Debatte wie folgt:

Erst wenn der letzte Text bei tagesschau.de verschwunden, Google News vom Netz gegangen und der Fortbestand von bild.de im Grundgesetz verankert ist, werdet ihr merken, dass euer aktuelles Geschäftsmodell echt scheiße ist.

Dem ist nichts hinzuzufügen.


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Schulen – Leipzig: Sachsens beste Schülerzeitungen gekürt

Leipzig/Dresden (dpa/sn) – „Schlaumeier“, „Der Buchfink“, „Das HOrGAn“ und „Crux“ sind die besten Schülerzeitungen in Sachsen. Die Nachwuchsjournalisten von der Grundschule Leubnitz-Werdau (Landkreis Zwickau), dem Hort der „Erich Kästner“-Schule sowie der Hoga-Schulen und des Kreuzgymnasiums Dresden und des Beruflichen Schulzentrums 12 „Robert Blum“ Leipzig wurden am Samstag in Leipzig für „guten Journalismus, Medienkompetenz und Demokratieerziehung“ ausgezeichnet, wie das Kultusministerium in Dresden mitteilte. Zum „Aufsteiger des Jahres“ wurde „Die Korrekte“ des Dresdner Marie-Curie-Gymnasiums gekürt. Prämiert wurden zudem die besten Autoren und Fotografen sowie die beste Online-Zeitung.

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